Dialog, Polylog mit oder ohne Respekt
Über den Umgang grosskirchlicher Weltanschauungsexperten mit alternativen geistigen Gemeinschaften und deren Würdenträgern
Komaja ist eine geistige Gemeinschaft, die seit ihrem 35-jährigen Bestehen offen für den interreligiösen und –disziplinären Dialog ist und diesen auch lebt. Nicht nur Toleranz und Respekt, sondern auch Wertschätzung der spirituellen Werte anderer Wege zur Selbstverwirklichung und/oder zu Gott prägt unsere Kommunikation mit anderen Weltanschauungen. (Siehe hierzu: „Die Internationalen Grossen Sommerschulen der Komaja - Beiträge zum interreligiösen und interdisziplinären Dialog“ und „Makajas Begegnungen mit namhaften geistigen Persönlichkeiten unserer Menschheit“)
Leider mussten wir kürzlich (erneut) erfahren, dass es den Grosskirchen an Respekt gegenüber Andersdenkenden weiterhin mangelt. Wir veröffentlichen untenstehend die für sich selbst sprechende Korrespondenz mit Kirchenrat Pfr. Dr. Matthias Pöhlmann und möchten dazu lediglich folgendes anmerken:
Wer um einen Dialog bemüht ist („besser miteinander als übereinander reden“), wird bei einer Anfrage das Wort „Gespräch“, nicht aber „Informationsgespräch“ verwenden. Sowohl diese Wortwahl, als auch die a priori Vorgabe des Tages, der Uhrzeit und des Ortes gleicht der Einberufung Andersdenkender in autoritären sozialistischen Staaten zum polizeilichen Verhör.
Ferner sollte ein dialogbereiter Weltanschauungsexperte (der die Namen seiner Kollegen peinlich genau mit akademischen Titeln anführt) wissen, mit welchem Titel er seinen gewünschten Gesprächspartner, Würdenträger einer anderen religiösen oder spirituellen Gemeinschaft, ansprechen muss: Bischof, Kardinal, Mufti, Scheich, Guru, Lama… etc.
„Miteinander reden“ setzt Respekt und Achtung gegenüber seinem Gesprächspartner voraus. Dann, sehr geehrter Pfr.Dr. Pöhlmann, will man nicht nur vermitteln „warum die großen Kirchen Komaja kritisch sehen“, sondern will auch wissen „warum die kleine Komaja die grossen Kirchen vor Gericht bringt“!
Guru Dea Konstanza
MA Politikwissenschaften und Slawistik, Hohepriesterin von Komajas Kirche der Liebe
Die Mail-Korrespondenz
From: Pöhlmann Matthias [mailto:matthias.poehlmann@elkb.de]
Sent: Thursday, September 11, 2014 11:30 AM
To: info@komaja.org
Subject: Besuch und Begegnung am 2. Oktober?
Sehr geehrte Damen und Herren,
zwei Kollegen, ebenfalls Weltanschauungsexperten, möchten gerne Anfang Oktober
KOMAJA Stiftung zur Förderung der körperlichen und seelischen Gesundheit mittels der Komaja Meditationsmethoden
Mittelurmi, 6442 Gersau, besuchen und Makaja oder Vertreter/innen Ihrer Gemeinschaft um ein Informationsgespräch bitten.
Da wir mehrere Termine in der Schweiz absolvieren, wäre für uns der 2. Oktober spätvormittags oder nachmittags ideal.
Über eine Antwort würde ich mich freuen.
Mit freundlichem Gruß
Kirchenrat Pfr. Dr. Matthias Pöhlmann
Beauftragter für Sekten- und Weltanschauungsfragen
der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern
Marsstraße 19, 80335 München
Tel. 089/5595-610/-629, Fax 089/5595-613
E-Mail: matthias.poehlmann@elkb.de
Internet: http://sekten.bayern-evangelisch.de
Von: info@komaja-stiftung.ch [mailto:info@komaja-stiftung.ch]
Gesendet: Samstag, 27. September 2014 16:30
An: Pöhlmann Matthias
Cc: info@komaja.org
Betreff: Besuch und Begegnung am 2. Oktober
Sehr geehrter Herr Pöhlmann
Haben Sie Dank für Ihr Interesse an der Komaja Stiftung zur Förderung der körperlichen und seelischen Gesundheit mittels der Komaja Meditationsmethoden.
Unser geistiger Meister und Begründer der Komaja Stiftung, Guru Makaja, ist für eine Begegnung mit Ihnen grundsätzlich offen.
Da wir mit Vertretern evangelischer Institutionen bis jetzt nicht nur positive Erfahrungen hatten, bitten wir, um eine definitive Entscheidung fällen zu können, um eine vorherige Darlegung des Zwecks dieser Begegnung. Aus dem gleichen Grund möchten wir wissen, welche Herren ausser Ihnen am Gespräch teilnehmen wollen.
Mit freundlichem Gruss
Der Stiftungsrat
Date: Sat, 27 Sep 2014 16:51:44 +0000 [27/09/14 18:51:44 CEST]
From: Pöhlmann Matthias <matthias.poehlmann@elkb.de>
To: info@komaja-stiftung.ch <info@komaja-stiftung.ch>
Subject: AW: Besuch und Begegnung am 2. Oktober
Sehr geehrte Damen und Herren,
danke für Ihre positive Rückmeldung!
Es freut uns, dass Sie bzw. Makaja für eine Begegnung offen sind.
Sinn und Zweck unseres Besuches ist es, uns aus erster Hand zu informieren, da viele Berichte, wie Sie wissen, nur ungenau sind.
Wir folgen dem Motto: Besser miteinander reden, als nur übereinander.
Vielleicht haben Sie ja auch Interesse, zu erfahren, warum die großen Kirchen Komaja kritisch sehen?
Solche Begegnungen sind ein guter Weg, um Vor-Urteile auf beiden Seiten abzubauen.
Ich habe vor Jahren auch an der Tagung von Prof. Schmid in Ascona teilgenommen, wo auch Makaja anwesend war. Ich habe diese Tagung, besonders auch die Begegnungen, in guter Erinnerung.
An dem jetzigen Gespräch würde - außer mir - Dr. Andreas Fincke teilnehmen, der Leiter der Ev. Erwachsenenbildung in Erfurt und ebenfalls ein ausgewiesener Weltanschauungsexperte ist.
Es wäre schön, wenn die Begegnung mit Makaja am 2. Oktober vormittags möglich wäre, da wir von Zürich mit dem PKW anreisen und anschließend wieder nach München zurückfahren müssen.
Über eine positive Antwort von Ihnen würde ich mich freuen.
Mit freundlichem Gruß
Kirchenrat Pfr. Dr. Matthias Pöhlmann
Beauftragter für Sekten- und Weltanschauungsfragen
der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern
Marsstraße 19, D-80335 München
Tel. 089/5595-610/-629, Fax 089/5595-613
E-Mail: matthias.poehlmann@elkb.de
Internet: http://sekten.bayern-evangelisch.de
Diese E-Mail enthält vertrauliche und/oder rechtlich geschützte Informationen. Wenn Sie nicht der richtige Adressat sind oder diese E-Mail irrtümlich erhalten haben, informieren Sie bitte sofort den Absender und vernichten Sie diese Mail. Das unerlaubte Kopieren sowie die unbefugte Weitergabe dieser Mail ist nicht gestattet.
This e-mail may contain confidential and/or privileged information. If you are not the intended recipient (or have received this e-mail in error) please notify the sender immediately and destroy this e-mail. Any unauthorised copying, disclosure or distribution of the material in this e-mail is strictly forbidden.
Date: Sun, 28 Sep 2014 13:26:11 +0200 [28/09/14 13:26:11 CEST]
From: info@komaja-stiftung.ch
To: Pöhlmann Matthias <matthias.poehlmann@elkb.de>
Cc: info@komaja.org
Subject: Re: AW: Besuch und Begegnung am 2. Oktober
Sehr geehrter Herr Pöhlmann
Das von Ihnen gewünschte Informationsgespräch mit unserem geistigen Meister Makaja ist am Donnerstag, den 2. Oktober möglich. Ihr Motto „besser miteinander reden, als nur übereinander“ ist auch unsere Devise. Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass wir das Gespräch aufnehmen werden.
Da wir uns an dem in Ihrem ersten Mail genannten Termin/e orientiert haben, können wir die Begegnung frühestens ab 14 Uhr organisieren. Wir schlagen als Begegnungsort das Seehotel Waldstätterhof in Brunnen vor. Wir würden einen stillen, angenehmen Raum reservieren, der für Sie CHF 200 kosten würde. Auf diese Weise ersparen Sie sich die Fahrtzeit zu unserem Zentrum (ca. 50 min).
In gleicher Weise, wie die Kirchen ein Ort des Gebets sind, sind auch das Gelände und die Räumlichkeiten der Komaja Stiftung ein Ort der geistigen Sammlung und Praxis. Daher ist ein Besuch nur zu diesem Zweck möglich. Sollten Sie als Weltanschauungs- und Sektenexperten unsere Lehre und Gemeinschaft auch auf diese Weise studieren wollen, könnten wir einen Besuch unter diesen Bedingungen in Zukunft möglich machen.
Mit freundlichem Gruss
Peer Bänninger
Stiftungsrat
Date: Sun, 28 Sep 2014 14:37:40 +0000 [28/09/14 16:37:40 CEST]
From: Pöhlmann Matthias <matthias.poehlmann@elkb.de>
To: info@komaja-stiftung.ch <info@komaja-stiftung.ch>
Subject: AW: AW: Besuch und Begegnung am 2. Oktober
Sehr geehrter Herr Bänninger,
danke für Ihre Antwort.
Unter diesen Vorgaben werden wir auf eine Begegnung verzichten.
Mit freundlichen Grüßen
Matthias Pöhlmann
Kirchenrat Pfr. Dr. Matthias Pöhlmann
Beauftragter für Sekten- und Weltanschauungsfragen
der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern
Marsstraße 19, D-80335 München
Tel. 089/5595-610/-629, Fax 089/5595-613
E-Mail: matthias.poehlmann@elkb.de
Internet: http://sekten.bayern-evangelisch.de
Diese E-Mail enthält vertrauliche und/oder rechtlich geschützte Informationen. Wenn Sie nicht der richtige Adressat sind oder diese E-Mail irrtümlich erhalten haben, informieren Sie bitte sofort den Absender und vernichten Sie diese Mail. Das unerlaubte Kopieren sowie die unbefugte Weitergabe dieser Mail ist nicht gestattet.
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Date: Tue, 30 Sep 2014 07:04:45 +0200 [30/09/14 07:04:45 CEST]
From: info@komaja-stiftung.ch
To: Pöhlmann Matthias <matthias.poehlmann@elkb.de>
Cc: info@komaja.org
Subject: Re: AW: AW: Besuch und Begegnung am 2. Oktober
Sehr geehrter Herr Pöhlmann
Wir bedauern, dass Sie unsere Vorgabe das Gespräch aufzunehmen (übrigens - es ist eine einzige Vorgabe) so sehr eingeschüchtert hat, dass Sie auf einmal auf das Informationsgespräch verzichten um welches Sie uns selbst vor etwas mehr als zwei Wochen baten. Sehr wahrscheinlich ist es Ihnen, da es zu Ihrem Auftrag gehört, bekannt, dass ich bereits mehrmals die Grosskirchen und ihre Diener vor Gericht zur Rechtschaffenheit belehrt habe. Deswegen jedoch, weil es jedes Mal zu einem Gerichtsprozess zwischen „David und Goliath“ eskalieren kann, benütze ich immer ein Aufnahmegerät (falls jemand bewusst oder unbewusst meine Aussagen verdrehen würde). Wenn Sie ein reines Gewissen haben, dann sollten Sie sich fragen, warum sich meine einzige Vorgabe, nämlich das Aufnehmen des Gesprächs, bei Ihnen so schnell in „Vorgaben“ gewandelt hat.
Ausserdem muss ich Sie, gerade so wie Sie es in Ihrem vorletzten E-mail schreiben "da viele Berichte, wie Sie wissen, nur ungenau sind", bezüglich Ihrer Aussage im zweiten Absatz Ihrer letzten E-mail berichtigen. Sie schreiben, dass ich an der von Professor Schmid organisierten Tagung in Ascona teilgenommen habe. Herr Pöhlmann, Sie schreiben weiter, dass Sie diese Tagung, besonders auch die Begegnungen, in guter Erinnerung haben. Vielleicht haben Sie Ihre Phantasien über diese Tagung und über die Begegnungen in guter Erinnerung. In der Realität jedoch konnten Sie mir nicht begegnen, da ich damals gar nicht in Ascona weilte.
Unter anderem ist aus unserer Korrespondenz der letzten Tage ersichtlich, dass Sie Ihre Kollegen wie auch sich selbst bei jeder Erwähnung mit dem Titel nennen, wie zum Beispiel: Prof. Schmid, Dr. Andreas Finke, Kirchenrat Pfr. Dr. Matthias Pöhlmann, Beauftragter für Sekten- und Weltanschauungsfragen etc. Gleichzeitig scheint Ihnen trotz Ihrer gütigen Wünsche, die Vorurteile auf beiden Seiten abbauen zu wollen ein Mindestmass an Höflichkeit zu fehlen: Ich bin nämlich für Sie nicht einfach "Makaja", sondern mindestens "Herr Makaja". Wenn es für Sie aus irgendeinem Grund zu schwierig ist mich passend anzuschreiben, so nämlich, wie es im zweiten Abschnitt unseres E-mails vom 27.9.14 steht - "Unser geistiger Meister und Begründer der Komaja Stiftung, Guru Makaja" ist für eine Begegnung mit Ihnen grundsätzlich offen" - dann müssten Sie mich mit „Herrn Makaja“ ansprechen. So nämlich machten es bis zu Ihrer Anfrage in meinem Leben alle religiösen Institutionen, alle staatlichen Einrichtungen, alle Medienschaffenden wie auch alle Privatpersonen, die ein Interview/Gespräch mit mir wünschten.
Falls Sie meine Kritik nachvollziehen können, bin ich nach wie vor für eine Begegnung am kommenden Donnerstag, den 2. Oktober 2014 ab 14 Uhr offen.
Mit freundlichen Grüssen
Franjo Milicevic Makaja, Stiftungsrat

