Grundsätzliches
Wenn sie zerrissen sind, werden die Kleider gewechselt, der Weg aber bleibt ...
ERKENNE DICH SELBST
Damit ist zu Komajas Verhältnis gegenüber anderen geistigen und religiösen Systemen unserer Menschheit eigentlich alles gesagt - der Einführungsaphorismus des Gründers und geistigen Vaters der Komaja, Aba Aziz Makaja, stellt kurz und präzise Komajas Grundhaltung in diesem Bereich dar: nicht nur Toleranz gegenüber Andersdenkenden und/oder -glaubenden, sondern auch Anerkennung und Bestätigung des Kerns jedes religiösen und geistigen Systems, welcher Technologie, Dogmatik oder sonstiger Regeln - im Einklang mit der UNO-Menschenrechtsdeklaration - es sich auch behelfen mag, sind darin ausgedrückt. Gerade in der Negierung jeglichen Absolutheitsanspruchs der eigenen Lehre [1] und der Betonung des gemeinsamen Nenners aller religiösen Bestrebungen und daraus erwachsenden Lehren, wie Komaja es lehrt, liegt die unumgängliche Voraussetzung für den interreligiösen Dialog "(...) um eine sichere Voraussetzung für den Frieden zu schaffen und das düstere Gespenst der Religionskriege zu vertreiben, die viele Epochen der Menschheitsgeschichte mit Blut überzogen haben." (Papst Johannes Paul II [2] )
"Um Mitglied der internationalen Komaja-Gemeinschaft zu werden, ist es nicht notwendig, an Gott zu glauben, nicht einmal an die Existenz der geistigen Welt oder an ein Leben nach dem Tod. Auch nicht an einen Guru. Das, was jedoch schon am Anfang des Weges unentbehrlich ist, das ist der Glaube an die Möglichkeit der Verwirklichung des Guten auf der materiellen Ebene des Kosmos (...)" heisst es in den Sieben Bedingungen der Komaja. Dementsprechend finden sich bei den Mitgliedern der Komaja Zugehörige der verschiedenen Glaubensrichtungen: Katholiken, Protestanten, Orthodoxe, Moslems, Juden, Atheisten u.a.
In Komaja ist es eine bekannte Tradition, kompetente Vertreter verschiedener Kirchen, religiöser und geistiger Vereinigungen als Gastredner zu den internationalen Grossen Sommerschulen der Komaja oder zu Einzelvorträgen in die nationalen Zentren einzuladen. Makaja, Kopf der Internationalen Komaja Gemeinschaft, besucht mit grossem Interesse die geistigen Meister und Religionsvertreter der Gegenwart. Der interreligiöse Dialog ist in Komaja nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern wird gelebt und gepflegt.
Und nicht zuletzt gehört hierzu auch Makajas Vision und Projekt, ein geistiges Pendant zu den "Vereinten Nationen" zu gründen: "Die Vereinten Religionen", eine Versammlung aller etablierten und nichtetablierten Kirchen, religiösen und geistigen Vereinigungen der Welt, welche sich an die UNO-Menschenrechtsdeklaration halten. Konzipiert als Gremium des interreligiösen Dialogs zur Schaffung, Aufrechterhaltung und Förderung des Weltfriedens, wäre diese Institution ein Versuch der Menschheit, sich auf die gemeinsame Essenz ihres Daseins und Strebens zu besinnen und ihre dementsprechende Verantwortung in Wort und Tat wahrzunehmen.
Unter den folgenden Stichworten finden Sie eine Darstellung von Komajas Beziehungen, Kontakten und Gesprächen mit den Grosskirchen, geistigen und religiösen Vereinigungen. Zu unserem Bedauern mussten wir im Falle der römisch-katholischen Kirche Kroatiens und der evangelischen Kirche der Schweiz den Platz für unsere Antwort auf unwissende und/oder diffamierende Anschuldigen nutzen, die sich in erster Linie auf Komajas Lehre zur Sexualität des Menschen beziehen.
[2] aus: Novo millennio ineunte. Apostolisches Schreiben, 06.01.2001.
[3] Vgl. A.A. Makaja, Eros i logos ili prosvijetljena ljubav (Eros und Logos oder Erleuchtete Liebe), Zagreb 2000, S. 61f. und insbesondere XXIVf.: "Wir bieten den katholischen Priestern Methoden an (im Einklang mit ihrem Glauben) (...), die ihnen helfen können, sexuell enthaltsam zu leben und die ihnen zeigen können, wie man die niedere, tierische, körperliche Natur mit der himmlischen, göttlichen Natur integrieren kann, so dass das Göttliche dominiert. Auf diese Weise kann der Priester erfolgreich sexuell enthaltsam leben, und nicht dass es geschieht, dass er Liebe macht mit den Frauen anderer Männer und gleichzeitig ein Pädagoge für sein Volk sein sollte. Wir bieten unsere Programme allen an." (Übers. aus dem Kroatischen) Interview HRT, Radio Zadar, 14. Mai 1999.


